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22.08., 11.35 Uhr, Leipzig, Oberdorfstr., Amtshilfe für Polizei

Aufgrund der Erfordernis einer kriminaltechnischen Spurensuche wurde gegen 11:35 Uhr die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Leipzig (FRLS) heute durch die Polizei um Amtshilfe gebeten. Sinn und Zweck war es, nach einem Gewaltverbrechen, den Wasserspiegel eines Teiches im Stötteritzer Wäldchen um circa einen Meter zu senken.

Vor dem Beginn des Saugbetriebes wurde - in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden - sichergestellt, dass der Fischbestand des Teiches nicht gefährdet wird und dass ein Teil des Wasserbestandes - nach Beendigung der Sucharbeiten - aus dem Hydrantennetz aufgefüllt werden darf, um so das Überleben der Tier- und Pflanzenwelt zu gewährleisten.

Nach Rücksprache mit dem diensthabenen Einsatzleitdienst (A-Dienst) wurde zuerst das Großtanklöschfahrzeug (TLF24) der FF Engelsdorf an die Einsatzstelle beordert, welches über eine leistungsfähige Feuerlöschkreiselpumpe verfügt. Aufgrund der Größe des Teiches (rund 70 x 20 m) galt es aber rund 1400 m3 Wasser aus dem Teich zu saugen und in die Kanalisation zu leiten. Zwar wurde die Unterstützung des THW erwogen, jedoch wären die geförderten Wassermengen durch die umliegende Kanalisation kaum beherrschbar gewesen. Es handelt sich teilweise noch um Abwasserkanäle aus der Gründerzeit.
 
So entschloss man sich, durch den Einsatz von bis zu fünf Pumpen gleichzeitig, Wassermengen von nur rund 6 m3/Min zu fördern und somit kein Risiko für die umliegenden Häuser einzugehen. Hierzu wurde, neben den Gerätewagen Wasser der FF Lützschena, auch das Hilfeleistungslöschfahrzeug der FF Mölkau, der Abrollbehälter Schlauch der Fw Ost sowie der Einsatzführungsdienst (B-Dienst) alarmiert.
 
Nachdem dann gegen 17 Uhr der Wasserspiegel ausreichend gesenkt wurde, konnten Einsatzkräfte der Feuerwehr und ein Polizeitaucher - in dem nun nur noch hüfthohem Wasser - beginnen, mittels Forken und Rechen den Grund des Teiches nach den vermissten Gegenständen (siehe Meldung der Pressestelle der PD Leipzig vom heutigen Tage) abzusuchen.

Nachdem die Suche abgeschlossen wurde, wurde der Teich aus dem Hydrantennetz soweit wieder aufgefüllt, dass ein Überleben der Fische sichergestellt ist.